Aua27: Tierschutzskandal Zarenhof: Wie es Doggen dort erging!

{TS-/DS-Kritik} 


Es gibt wenig Eindrücklicheres als die Berichte von Zeugen, die vor Ort waren und das Tierelend auf dem Zarenhof mit eigenen Augen gesehen haben.

Für die Doggenszene besonders aufschlussreich ist eine aktuelle Schilderung auf der Zarenhof-Dokumentationsseite. Unter „Zeugenberichte Teil XVII“ berichtet mit Datum vom 04.11.2010 eine Frau H. das Schicksal der beiden Doggen Dubai und Caruso, die seinerzeit auch auf einschlägigen Doggen-Schützer-Seiten ausgeschrieben waren. Dass die Leiden der Hunde auf dem Zarenhof so furchtbar waren, dass sie sogar noch an den Spätfolgen sterben können, dokumentiert das Schicksal von Caruso. Bitte lesen Sie selbst!


Nichtwissen – die gut geschmierte Schutzbehauptung

Um der Schutzbehauptung vieler „Tierschutzorgas“, man hätte um die Zustände auf dem Zarenhof nicht gewusst, schlichte Fakten gegenüberzustellen, hier ein alter Website-Eintrag auf www.doggenschutz.de vom 05.04.2010, mit der Überschrift „Ende Mai 2010“, zur Dogge Dubai – NACHDEM die beiden Hunde vom Zarenhof zurück waren:

              

Wir haben für DUBAI ein sicheres Zuhause bei Menschen, die zum engen Kreis der Doggen-Nothilfe gehören, gefunden. DUBAI, dieser so liebenswerte und jahrelang an Pflege vernachlässigte Hund wird so für den Rest seines Lebens ein sicheres, liebevolles und anregungsreiches  Zuhause bei Menschen haben, die ihm jenes Ausmaß an Fürsorge, Zuwendung und Erziehung geben, das ihm bisher fehlte. DUBAI geht vorne lahm und leidet an einer bisher unbehandelten OCD (eine Gelenkerkrankung, die in der Zeit der Gelenkentwicklung auftritt und dann dringend behandelt werden muss). DUBAI wird  in diesen Tagen sieben Jahre, wir müssen sehen, ob und welche Behandlungsmöglichkeiten es noch für ihn gibt. Die vereiterte Liegeschwiele, auch eine Folge der schlechten Haltung dieser Dogge, ist erfolgreich operiert worden.

(www.doggenschutz.de, 05.04.2010; noch verfügbar über die Rubrik „Updates“).

              

Der Tod von Caruso wird ebenfalls vermeldet. Allerdings fehlt jeglicher Hinweis auf die Vorgeschichte dieses Todes. Die Differenz zum Zeugenbericht oben ist eklatant:

              

Jetzt ist CARUSO tot.
Die scheinbare Lebendigkeit von CARUSO täuschte darüber hinweg, dass der Hund bereits längere Zeit an einer schweren Erkrankung
litt. Tierärzte konnten ihn nicht retten.

(www.doggenschutz.de, ibid.)  

              


Doggenschutz“ und Doggen-Nothilfe e. V. konnten sich also an Hand des Zustandes der Doggen Dubai und Caruso von der „Pflegequalität“ auf dem Zarenhof überzeugen. Das war im April 2010. Zu dieser Zeit befand sich immer noch die Dogge Liora/Püppi vom Doggenschutz auf dem Zarenhof. Liora/Püppi wurde erst aus dieser Hölle befreit, als der Skandal Ende September 2010 offenbar und allgemein bekannt wurde.

Heute heißt „Liora/Püppi“ „Tjara“ und in ihrem Vorstellungstext auf www.doggenschutz.de wird mit keinem Wort erwähnt, dass sie den Zarenhof überleben musste. Hinter der lapidaren Mitteilung „Tjara ist kastriert“ verbirgt sich das Faktum, dass die Hündin trächtig vom Zarenhof zurückkam und eine Tragendkastration durchgeführt werden musste.

[Nachtrag vom 09.11.2010]
Unmittelbar nach Erscheinen dieses Artikels wurde der Vermittlungstext für die Doggenhündin Liora-Püppi-Tjara von der verantwortlichen Orga geändert und verschweigt jetzt die Vorgeschichte der Hündin nicht mehr. Für freuen uns sehr darüber, bestätigt diese Reaktion doch das zentrale Doggennetz-Anliegen, durch konstruktive Kritik die Qualität von Tierschutz zu verbessern.