Dogge praktisch

2. Die Dogge im Tierschutz

Ohne sich dem blanken Optimismus anheimzugeben, lässt sich heute zweifelsfrei ein gesellschaftlicher Bewusstseinswandel bezüglich des Tierschutzes und der Bereitschaft zur Übernahme von Tieren aus diesem feststellen. Nicht zuletzt aufgrund solcher segensreicher medialer Einrichtungen wie die wöchentlichen Tiervermittlungssendungen im Fernsehen (die bekannteste dürfte die vom WDR ausgestrahlte „Tiere suchen ein Zuhause“ sein), Informationen, Dokumentationen u.ä. gewinnt […]

3.3 Auswahl der Rassen

Auch zwei Hunde ein und derselben Gruppe werden gelegentlich einmal Dinge untereinander zu klären haben. Wer schnappt sich die vom Tisch gefallene Scheibe Wurst? Wer schlägt den hinter dem eigenen Gartenzaun frech vorbeilaufenden Artgenossen in die Flucht? Bei gleich großen Hunden sind auch die Chancen gleich verteilt, wenn es mal zu handgreiflichen Auseinandersetzungen kommt. Schnappt aber […]

2.1 Organisationen in der BRD

In der Bundesrepublik sind es derzeit (Stand: 2010) hauptsächlich drei große, d. h. bundesweit tätige Organisationen, die den sogenannten rassespezifischen Tierschutz mit dem Zentralbemühen um die Deutsche Dogge betreiben: Dogge in NotTierfreunde Niederbayern e. V.Gabi Heselwww.tierfreunde-niederbayern.de DoggenschutzLydia Muuswww.doggenschutz.de Notdogge e. V.Dominik Paulwww.notdogge.de Diese rassespezifischen Tierschutzorganisationen stehen speziell auf dieser Site in scharfer Kritik von mir. Lesen […]

3.4 Auswahl der Geschlechter

Auch zu diesem Thema streiten sich die Geister – und zwar erbittert! Und auch hier gelten statistische Wahrscheinlichkeiten. Und diese markieren die sogenannte gegengeschlechtliche Verpaarung als die ideale Kombination: Rüde und Hündin! Manche Hundehalter rechtfertigen auf den ersten Blick plausibel die gewählte Kombination der Geschlechter unter dem Aspekt der erwarteten oder tatsächlichen Schwierigkeiten bei der […]

1. Voraussetzungen

Die Deutsche Dogge ist nicht einfach nur ein großer Hund. Mit ihr zu leben umfasst recht eigentlich eine ganz eigene Philosophie und Lebenseinstellung. Das Label „Familienhund“ trifft deshalb weit weniger exakt als die Zuordnung als Hund für Individualisten, Fans, Freaks und alle anderen Gruppen von „Doggensüchtigen“. Die Deutsche Dogge ist ein Extremhund: extrem phantastisch, extrem […]

2.2 Herkunft der Tierschutz-Doggen

Mancher Doggenfreund assoziiert mit dem Begriff „Tierschutz-Doggen“ vielleicht zunächst nur abgemagerte, zerschundene Kreaturen, die aus elenden Zwingern, Kellern und von der Kette befreit, in ihrem bisherigen Leben nur geschlagen, getreten und anderweitig malträtiert wurden. DEM IST NICHT SO!!! Das Gros der im Tierschutz vermittelten Doggen – übrigens wie bei anderen Hunderassen auch – sind schlichtweg […]

3.4.1 Kastration

Manche Hundefreunde schreckt allerdings der Zwang zur Kastration. (Anmerkung: Sowohl beim Rüden wie bei der Hündin handelt es sich immer um die Kastration. Unabhängig vom Geschlecht des Hundes ist die Kastration die Entfernung der Keimdrüsen, also Hoden oder Eierstöcke. Sterilisation dagegen bedeutet Unfruchtbarmachung durch Unterbindung der Samen- oder Eileiter. Die Begriffe „Kastration“ und „Sterilisation“ haben […]

1.1 Wohnen

Wir gehen selbstverständlich von Haltungsbedingungen aus, bei denen die Dogge das bekommt, was sie naturgemäß braucht und sucht: den unmittelbaren und zeitquantitativ überwiegenden Kontakt mit ihrem oder ihren Menschen. Die klassische Zwingerhaltung jedwelcher Form steht deshalb in diesen Ausführungen nicht zur Diskussion. Aufgrund der fehlenden Unterwolle und der besonderen anatomischen Bedingungen ist die Deutsche Dogge […]

2.3 Direkt-Vermittlungen

Vielen Hundefreunden nicht bekannt ist die Tatsache, dass gerade im rassespezifischen Tierschutz, auch im Doggenschutz, die meisten Organisationen nach dem Prinzip der Direkt-Vermittlung arbeiten. Abgabedoggen werden nach Möglichkeit direkt vom alten an den neuen Halter vermittelt – ohne Zwischenstation in einem Tierheim oder auf einem Pflegeplatz. Das ist für die Hunde auf jeden Fall das […]

3.5 Günstige Alterskombinationen

Wenn die Wahl der Rassen und Geschlechter abgeschlossen ist, erhebt sich als nächstes die Altersfrage. Auch hier sollten die Hunde einer Hausgruppe in etwa zueinander passen. Es ist natürlich unfair, einer hochbetagten Hündin einen nervenraubenden Welpen an die Seite zu geben. In der Skala der Katastrophenneigung ganz oben rangiert die Kombination von Welpen oder Junghunden […]

1.1.1 Garten

Idealerweise findet sich der Wohnung oder dem Haus angeschlossen ein entsprechender Garten, der in ausreichender Höhe und Standfestigkeit eingezäunt sein sollte. Der eigene Garten oder das unmittelbar zugängliche Grünstück erweist sich besonders in Notfällen (z. B. Krankheit mit Durchfall, Erbrechen etc.), für den Welpen oder den sehr alten Hund als lebenserleichternd bis unabdingbar. Wer erst […]

2.4 Ablauf der Vermittlung

Die Vermittlungspraxis von Tierschützern sprengt gern ganz massive Emotionen hoch. Hier prallen Welten aufeinander! Auf der einen Seite ein Hundefreund mit einem ganz privaten Anschaffungswunsch, auf der anderen Seite zumeist vollkommen überlastete Tierschützer, die kaum wissen, wie sie der Quantität und Qualität des sie umgebenden Tierelends Herr werden sollen und sich in Einzelfällen darüber hinaus […]

3.6 Die Praxis der Gruppenhaltung

Ein in der Hundeerziehung erst seit kurzem intensiv thematisiertes Problem ist das der sogenannten Vermenschlichung. Darunter fallen weitaus subtilere Phänomene als der Pudel mit dem Regenmantel, der Beagle mit der Sonnenbrille oder der Dackel, der am Tisch mitfrisst. Vermenschlichung beginnt schon mit der Erwartungshaltung des Menschen an seinen Hund, sich ganz allgemein und situationsunabhängig sozial, […]

1.1.2 Treppen

Und schon wird es komplizierter: eine 2-Zimmer-Wohnung im dritten Stock ohne Aufzug scheidet für den Doggenhalter aus; aber auch die 3-, 4-, 5- und noch-mehr-Zimmer-Wohnung eignet sich dann nicht für die Doggenhaltung, wenn sie nur über viele Treppen erreichbar ist. Das hat einen physiologischen und mindestens einen pragmatischen Grund: Treppensteigen ist für jeden Hund eine […]

2.4.1 Fragen

In Zeiten eines teilweise paradoxen Verständnisses von Datenschutz werden manche Interessenten schon misstrauisch angesichts des umfangreichen Fragenkatalogs der vermittelnden Tierschützer. Das Fragen nach Name, Adresse und Telefonnummer geht noch so durch, aber schon bei der Frage nach den Wohnverhältnissen stockt das Gespräch gelegentlich. Die Familienverhältnisse sind gefragt, Anzahl und Alter der Kinder. Dann soll noch […]

1.1.3 Einrichtung

Eine Besonderheit der Deutschen Dogge ist es zweifellos, dass sie selten bis kaum auf dem blanken Boden liegt. Ausnahmen bestätigen die Regel. Ständiges ungepolstertes Liegen führt bei der Deutschen Dogge zu den gefürchteten Liegeschwielen und -beulen. Diese sind kein Schönheitsfehler, sondern können über die Zeit zum massiven gesundheitlichen Problem werden. Mindestens zwei für die Dogge […]

2.4.2 Vorkontrolle

Denn nach den vielen Fragen geht es ja weiter: die Tierschützer kündigen nach Terminabsprache eine sogenannte Vorkontrolle an. „Kontrolle“ ist natürlich ein böses Wort, weshalb diese Besuche diplomatischer oft auch als „Vorgespräch“, „Informationsgespräch“ etc. bezeichnet werden. Unterm Strich bleibt es aber eine Kontrolle, bei der in erster Linie überprüft werden soll, ob die gemachten Angaben […]

1.1.4 Doggen-Rute

Für Neueinsteiger oft ein Aha-Effekt sind die besonderen Anforderungen, denen die Inneneinchtung einer Doggenhalter-Wohnung zum Thema Doggen-Rute unterliegen. Zum einen fegt diese Meißner-Porzellan-Arrangements auf niedrigen Beistelltischchen erbarmungslos und mit garantiertem Zertrümmerungseffekt zu Boden. Zum anderen ist die Doggenrute aufgrund ihrer mangelnden Behaarung ganz besonders verletzungsanfällig. Je nach Wedelintensität des Hundes und den innenarchitektonischen Gegebenheiten einer […]

2.4.3 Auswahl der Dogge

Meistens steht zum Zeitpunkt der Vorkontrolle schon fest, um welche Dogge es eigentlich geht. Der Interessent hat sich Bilder des betreffenden Hundes angesehen und eine möglichst genaue Beschreibung erhalten. Wenn die räumliche Entfernung zwischen Interessent und Dogge es zulässt, hat er sich den Hund eventuell schon einmal angesehen. In der Mehrzahl der Fälle allerdings fällt […]

1.1.5 Taburäume

Manche Hundehalter verspüren das Bedürfnis oder unterliegen der Verpflichtung, bestimmte Räume des Hauses oder der Wohnung hundefrei zu halten, d. h. hier ist dem Hund der Zutritt verwehrt. Dem steht grundsätzlich dann nichts entgegen, wenn sich die Anzahl solcher Taburäume noch in einem angemessenen Verhältnis zu den erlaubten Räumlichkeiten bewegt. Wenn aber in einer 2-Zimmer-Wohnung […]

2.4.4. Übergabe

Wenn sich dann nach der Vorkontrolle alle lieben und alle freuen und alles passt, erfolgt der nächste Schritt: bei Direkt-Vermittlungen ist dies der direkte Kontakt zwischen abgebenden und übernehmenden Doggenhaltern, stets unter Federführung der Vermittler. Im klassischen Tierschutz ist es eher unüblich, dass der neue Halter den früheren Besitzer des Tieres kennt. Diese Anonymität ist […]

1.1.6 Doggen-Seiber

Eine weitere rassespezifische Besonderheit, die erst so richtig bei der Indoor-Haltung zur Geltung kommt, ist das, was mit dialektal unterschiedlichen Begriffen als Doggen-Seiber, Doggen-Schlonz, Sabbel, Schmiere, Lefzensaft, Hungerfäden u. ä. bezeichnet wird. Wie sehr und wann eine Dogge seibert oder sabbelt, hängt neben der Stärke der Belefzung auch von der Art der Ernährung und der […]

2.4.5 Vertragsmodalitäten

Auch hier gibt es von Organisation zu Organisation unterschiedliche Varianten. Früher einmal übliche regelrechte Knebelverträge, die dem neuen Tierhalter nur Pflichten, aber keine Rechte einräumen, sind schlichtweg sittenwidrig und damit unseriös. Bei Direkt-Vermittlungen ist darauf zu achten, dass sich die Doggenschutz-Organisation vorher vom vorherigen Besitzer den Hund hat übereignen lassen, um überhaupt Verfügungen treffen zu […]

1.1.7 Dogge in Miete

Wer einen Hund in einem Mietobjekt hält, bedarf der besonderen und notwendig schriftlichen Tierhaltungserlaubnis von seinem Vermieter. Für Doggenhalter empfiehlt es sich, den Begriff „Hund“ in der schriftlichen Erlaubnis durch die exakte Bezeichnung „Deutsche Dogge“ zu ersetzen. Das erspart spätere Interpretationsausflüchte des Vermieters und Unklarheiten im Streitfalle.

2.4.6 Schutzgebühr

Fast alles, was man zum Thema Schutzgebühr schreiben kann, kann ebenso gut auch falsch sein. Denn gerade an diesem Punkt greift man die Tierschützer gerne an, entzünden sich die Gemüter. Die Höhe der Schutzgebühr richtet sich in der Regel natürlich auch nach Alter und Gesundheitszustand der vermittelten Dogge. Als häufig dominantester Kostenfaktor fließen die „Gewinnerzielungsabsichten“ […]