2.4.1 Fragen

In Zeiten eines teilweise paradoxen Verständnisses von Datenschutz werden manche Interessenten schon misstrauisch angesichts des umfangreichen Fragenkatalogs der vermittelnden Tierschützer. Das Fragen nach Name, Adresse und Telefonnummer geht noch so durch, aber schon bei der Frage nach den Wohnverhältnissen stockt das Gespräch gelegentlich. Die Familienverhältnisse sind gefragt, Anzahl und Alter der Kinder. Dann soll noch […]

2.4.2 Vorkontrolle

Denn nach den vielen Fragen geht es ja weiter: die Tierschützer kündigen nach Terminabsprache eine sogenannte Vorkontrolle an. „Kontrolle“ ist natürlich ein böses Wort, weshalb diese Besuche diplomatischer oft auch als „Vorgespräch“, „Informationsgespräch“ etc. bezeichnet werden. Unterm Strich bleibt es aber eine Kontrolle, bei der in erster Linie überprüft werden soll, ob die gemachten Angaben […]

2.4.3 Auswahl der Dogge

Meistens steht zum Zeitpunkt der Vorkontrolle schon fest, um welche Dogge es eigentlich geht. Der Interessent hat sich Bilder des betreffenden Hundes angesehen und eine möglichst genaue Beschreibung erhalten. Wenn die räumliche Entfernung zwischen Interessent und Dogge es zulässt, hat er sich den Hund eventuell schon einmal angesehen. In der Mehrzahl der Fälle allerdings fällt […]

2.4.4. Übergabe

Wenn sich dann nach der Vorkontrolle alle lieben und alle freuen und alles passt, erfolgt der nächste Schritt: bei Direkt-Vermittlungen ist dies der direkte Kontakt zwischen abgebenden und übernehmenden Doggenhaltern, stets unter Federführung der Vermittler. Im klassischen Tierschutz ist es eher unüblich, dass der neue Halter den früheren Besitzer des Tieres kennt. Diese Anonymität ist […]

2.4.5 Vertragsmodalitäten

Auch hier gibt es von Organisation zu Organisation unterschiedliche Varianten. Früher einmal übliche regelrechte Knebelverträge, die dem neuen Tierhalter nur Pflichten, aber keine Rechte einräumen, sind schlichtweg sittenwidrig und damit unseriös. Bei Direkt-Vermittlungen ist darauf zu achten, dass sich die Doggenschutz-Organisation vorher vom vorherigen Besitzer den Hund hat übereignen lassen, um überhaupt Verfügungen treffen zu […]

2.4.6 Schutzgebühr

Fast alles, was man zum Thema Schutzgebühr schreiben kann, kann ebenso gut auch falsch sein. Denn gerade an diesem Punkt greift man die Tierschützer gerne an, entzünden sich die Gemüter. Die Höhe der Schutzgebühr richtet sich in der Regel natürlich auch nach Alter und Gesundheitszustand der vermittelten Dogge. Als häufig dominantester Kostenfaktor fließen die „Gewinnerzielungsabsichten“ […]

2.4.7 Betreuung danach

Eine seriös und engagiert arbeitende Doggenschutz-Organisation wird besonders in den ersten Tagen nach der Übernahme engen und regelmäßigen telefonischen Kontakt mit den neuen Besitzern halten, um alle aufkommenden Fragen und Probleme im Zuge des Eingewöhnungsprozesses fachmännisch zu beantworten und die neuen Halter kompetent zu begleiten. Jederzeit steht einer der Mitarbeiter für telefonische Rückfragen zur Verfügung. […]

2.5 Kriterien Seriöser Doggenschutz

Tierschützer listen gern die Kriterien, an denen ein Welpenkäufer den seriösen Züchter erkennt. Umgekehrt aber müssen auch die Tierschützer sich solchen Kriterien unterwerfen, derer der Laie sich bedienen kann, um seriöse Tier-, hier Doggenschutz-Organisationen erkennen zu können. Denn hier wie in jedem anderen gesellschaftlichen Betätigungsfeld auch gibt es natürlich die sogenannten schwarzen Schafe. Folgende Kriterien […]

3. Mehrhunde-Haltung

Immer häufiger hört man von und sieht man Doggenfreunde, die nicht nur einen Hund, sondern mehrere Hunde halten. Die Tendenz zur Mehrhunde-Haltung scheint steigend; eine besonders für die Hunde erfreuliche Entwicklung, kommt sie doch ihrem artgemäßen Bedürfnis nach dem Leben in einer Gruppe von Artgenossen entgegen. Sich nicht auf einen Hund zu beschränken, bietet eine ganze Reihe […]

3.1 Gruppeneffekt

Zwei Hunde sind ungleich zwei mal ein Hund!!! Schon zwei Hunde sind eine Gruppe, die sich besonders bezüglich des eigenen Territoriums, der Bezugspersonen und im Sozialkontakt mit fremden Hunden vollkommen anders verhält als der Einzelhund. Doggenfreunde, die nach einer längeren Zeit der Einzelhaltung ihren Hund vergesellschaften, kommen darüber oft richtig ins Staunen. Beispielsweise kann ein […]

3.2 Mehr Platzbedarf, mehr Kosten

Zwei Hunde haben natürlich einen höheren Platzbedarf als einer. Und die Lagersituation innerhalb des Hauses oder der Wohnung muss unbedingt so gestaltet sein, dass jeder Hund ausreichend Platz findet und es nicht zum Wettbewerb oder zu Streitigkeiten um Ruheplätze kommen kann. Für zwei Doggen hieße das dann analog zu den in der Rubrik WOHNEN genannten […]

3.3 Auswahl der Rassen

Auch zwei Hunde ein und derselben Gruppe werden gelegentlich einmal Dinge untereinander zu klären haben. Wer schnappt sich die vom Tisch gefallene Scheibe Wurst? Wer schlägt den hinter dem eigenen Gartenzaun frech vorbeilaufenden Artgenossen in die Flucht? Bei gleich großen Hunden sind auch die Chancen gleich verteilt, wenn es mal zu handgreiflichen Auseinandersetzungen kommt. Schnappt aber […]

3.4 Auswahl der Geschlechter

Auch zu diesem Thema streiten sich die Geister – und zwar erbittert! Und auch hier gelten statistische Wahrscheinlichkeiten. Und diese markieren die sogenannte gegengeschlechtliche Verpaarung als die ideale Kombination: Rüde und Hündin! Manche Hundehalter rechtfertigen auf den ersten Blick plausibel die gewählte Kombination der Geschlechter unter dem Aspekt der erwarteten oder tatsächlichen Schwierigkeiten bei der […]

3.4.1 Kastration

Manche Hundefreunde schreckt allerdings der Zwang zur Kastration. (Anmerkung: Sowohl beim Rüden wie bei der Hündin handelt es sich immer um die Kastration. Unabhängig vom Geschlecht des Hundes ist die Kastration die Entfernung der Keimdrüsen, also Hoden oder Eierstöcke. Sterilisation dagegen bedeutet Unfruchtbarmachung durch Unterbindung der Samen- oder Eileiter. Die Begriffe „Kastration“ und „Sterilisation“ haben […]

3.5 Günstige Alterskombinationen

Wenn die Wahl der Rassen und Geschlechter abgeschlossen ist, erhebt sich als nächstes die Altersfrage. Auch hier sollten die Hunde einer Hausgruppe in etwa zueinander passen. Es ist natürlich unfair, einer hochbetagten Hündin einen nervenraubenden Welpen an die Seite zu geben. In der Skala der Katastrophenneigung ganz oben rangiert die Kombination von Welpen oder Junghunden […]

3.6 Die Praxis der Gruppenhaltung

Ein in der Hundeerziehung erst seit kurzem intensiv thematisiertes Problem ist das der sogenannten Vermenschlichung. Darunter fallen weitaus subtilere Phänomene als der Pudel mit dem Regenmantel, der Beagle mit der Sonnenbrille oder der Dackel, der am Tisch mitfrisst. Vermenschlichung beginnt schon mit der Erwartungshaltung des Menschen an seinen Hund, sich ganz allgemein und situationsunabhängig sozial, […]