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Anekdote "Jimmy, der Rettungsschwimmer"
Der einzige Geschmacksverbesserer, mit dem man die schwere Kost des Doggenschutzes und der Doggenvermittlung hinunterbekommt, sind die phantastischen Kontakte und erfreulichen Berichte über die vermittelten Doggen.
Vom im Sommer/Herbst 2002 als "Oberliebbär" angepriesenen Doggenrüden Jimmy erreichte uns folgender verdienstvoller Tätigkeitsbericht:
Der erste Badeausflug von Patricia mit ihrem gefleckten Oberliebbär an einen See im Zürcher Oberland, dort wo die Schweiz am schweizerischsten ist. Wird er ins Wasser gehen? Wird er schwimmen? Testlauf mit einem Stöckchen: Holz ins Wasser geworfen, Jimmy hinterher, Jimmy schwimmt, schnappt sich das Teil und bringt es stolz zurück an Land. Dickes Lob! Dann marschiert Frauchen ins Wasser, ein Stück voraus, ruft den Buben und taucht ab! Herr im Himmel: gerade so ein Superfrauchen gefunden, da geht die Alte unter? Jimmy gerät in Wallung und Bewegung. Mit großem Sprung hechtet er nach vorne, dort, wo sein Einundalles zuletzt zu sehen war. Er schwimmt mit kräftigen Zügen. Verzweifeltes Winseln ertönt. Sofort sorgt sich Frauchen, taucht auf, schwimmt ihm entgegen, versucht zu beruhigen! Aber nun war Jimmy mal auf dem Rettungsschwimmer-Tripp und nicht mehr zu halten: er schwimmt geradewegs auf sein inzwischen wieder Grund unter den Füßen habendes Frauchen zu. Wo packt man nun die Mutti, um weiteren Verlust verbindlich auszuschließen und eine saubere Rettungsleistung abzuliefern? Am Henkel, natürlich! Welcher Henkel? Den Henkel, den die Bikinihersteller jungen rassigen Eidgenössinnen über die Schulter biegen: am Spaghetti-Träger des Bikinioberteils. Entschlossen, wenn auch äußerst behutsam ergreifen Jimmys Zähne das fragile Textil. So versuchte er, seinen Lebensmittelpunkt sicher an Land zu ziehen. Daselbst richteten sich inzwischen in Erwartung eines nudistischen Höhepunktes an diesem heißen Sommertag schon verschiedene interessierte Männerblicke auf die rassige Schönheit im hoffentlich ja bald zerfetzenden Schlepptau des engagierten Doggenrüden. Um die jungen Wilhelm-Tells nicht ganz aus der Fassung zu bringen, Anstand und eidgenössisches Schamgefühl zu wahren, musste Patricia ziemlich eifrig strampeln, um den bedrohlich unter Druck stehenden Bikiniträger nicht preiszugeben. Schließlich ließ sich Jimmy davon überzeugen, dass die eigentliche Gefahr in dieser Situation längst nicht mehr im Absaufen von Mutti bestand. Leidlich überzeugt öffnete er das gigantische Doggenmaul und gab den Henkel, an dem sein ganzes Lebensglück hing, wieder frei.
Seite an Seite schwammen die beiden Seelen-Verwobenen zurück an Land, wo ganze Reihen gierig nach vorne gestreckter Männerköpfe enttäuscht auf sonnendurchwärmte Handtücher zurück sanken!
Auch hier blieb die Schweiz, wie man sie kennt: total neutral!



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Freitag, den 30. Juli 2004 um 19:05 Uhr
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