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Rosalie - ein exemplarisches Zuchthündinnen-Schicksal [Gast-Autorin]

Rosalie - ein exemplarisches Zuchthündinnen-Schicksal [Gast-Autorin]

Die Tierschutzkollegin Eva Gorski, Grande Dame des Doggenschutzes in der Bundesrepublik, dokumentiert nachstehend umfassend und sehr bewegend das Schicksal der Zuchthündin Rosalie. Diese bedauernswerte Hündin hat einen Namen, eine Stimme und ein Mitgeschöpf gefunden, das ihre Geschichte erzählt. Die elenden Biographien vieler anderer Zuchthündinnen und auch Deckrüden bleibt unerzählt. Und diese Geschichte ist exemplarisch, KEIN Einzelfall, wie wir aus der Praxis des Doggenschutzes wissen. Der bewegenden Anklage Eva Gorskis an den Zuchtverband DDC sowie an mitwissende „Zuchtkollegen“, die schweigen, schließen wir uns in vollem Umfang an. Wer wie wir immer wieder mit den Horrorschicksalen von Zuchtdoggen konfrontiert wird, dem klingen die monotonen Beteuerungen und Lippenbekenntnisse von einigen Züchtern, lautstarken Funktionären und den Verbänden wie blanker Hohn in den Ohren.

Der Bericht besteht aus drei verschiedenen Texten zur Geschichte der Hündin, einem Bericht von der „Befreiung“ sowie einer detaillierten Listung des körperlichen Zustandes der Hündin und ihrer Wonnen auf dem Pflegeplatz. Der Bericht in seiner Gesamtheit fällt in die Verantwortung der Autorin.

Das eingelöste Versprechen – Rosali ist frei
von Eva Gorski (www.doggen-nothilfe.de)

Jetzt konnte ein Versprechen, das ich Rosali im Spätsommer 1999 gegeben habe endlich erfüllt werden. Wir konnten Rosali aus ihren elenden Bedingungen als „Zuchthündin“ herausholen, d.h. herauskaufen für einen sehr hohen Geldbetrag.

Wir, die Menschen der Doggen-Nothilfe erheben im Namen von Rosali Anklage gegen Züchter und Vertreter des Deutschen Doggen Club (DDC). Rosali hat keine Stimme, wir wollen und müssen sie ihr geben. Rosali ist eine fast siebenjährige Doggenhündin, bisher als profitable „Gebärmaschine“ missbraucht.

Seit Jahren versuchen wir die teilweise unerträglichen Haltungsbedingungen von Doggen, vor allem sogenannter „Zuchttiere“ die mit DDC Papieren verkauft werden, zu dokumentieren und öffentlich zu machen. Bilder von Doggen in zugigen Käfigen, Scheunen und Schweineställen ohne geeignete Schlafplätze, oft noch abseits von allen menschlichen Behausungen haben wir gesehen. Diese Bilder lassen uns fast verzweifeln, doch diese Verzweiflung macht uns auch immer wieder handlungsfähig und stark.

Schon 2002 sandten wir ein ausführliches Schreiben an Herrn Fischbach, den Zuchtleiter des DDC.

Den ausführlichen Text finden sie im Bericht 2001/2002 ab Seite 20.[Anm. KB: auf www.doggen-nothilfe.de]

Wir haben nie Antwort erhalten. Der damals von uns angeprangerte Zwinger soll von einem Vertreter des DDC überprüft und für „in Ordnung“ befunden sein.

Rosalis Geschichte:
Im Spätsommer 1999 gelang es mir unter vielen Mühen und Umwegen, Herrn A. dazu zu bewegen, mir seine Zuchthündin Rosali zu zeigen. Sie stand in einem Käfig und sollte zur Zucht eingesetzt werden. Im Nachbarkäfig ein Schäferhundmix und ein kleiner Hund an einer Kette. Rosali war damals etwa 16 Monate jung, fast noch ein Hundekind, das die Welt erkunden will. Ich habe damals versucht sie zu kaufen. Ohne Erfolg.

In ihrem Zwinger war damals nur eine kleine Hundehütte ohne Isolierung mit dem blanken Holzboden. Sie bettelte herausgelassen zu werden und ich konnte nichts tun. In diesen Minuten versprach ich Rosali, sie irgendwann dort herauszuholen. Für mich blieb dieses Versprechen ein Auftrag. Jetzt konnten wir Rosali freikaufen und haben mit ihr zum ersten Mal ein Opfer dieser von Züchtern geschaffenen Lebensbedingungen für ihre Zuchtdoggen.

Wir alle wissen, dass es auch andere Züchter gibt mit nur 2 oder 3 Hündinnen, die mit ihren Menschen leben dürfen. Diese „kleinen“ Züchter wissen von den hier geschilderten Missständen und erkennen den Handlungsbedarf. Sie verhalten sich aber still, weil sie vorgeben Angst vor den Konsequenzen zu haben. Warum stehen diese „Anständigen“ nicht endlich einmal auf, um diesen Zuchtverband grundsätzlich zu reformieren, statt immer nur zu schweigen?

Wir haben die Beschlüsse des DDC bezüglich der Haltungsbedingungen von Zuchtdoggen gelesen und gehofft, es würde sich etwas wesentliches ändern. Aber als die Namen der Zwinger, die als geprüft und entsprechend tauglich befunden waren, veröffentlicht wurden, mussten wir mit Wut und Bitterkeit erkennen, dass alles so bleiben würde wie bisher.

Was ist mit den Zuchtwarten? Welche Funktion haben sie und wie üben sie sie tatsächlich aus? Wie kann es geschehen, dass eine Zuchthündin voller Parasiten und Liegebeulen am ganzen Körper in einem zugigen Käfig mit einer viel zu kleinen Hütte Jahr für Jahr Welpen produziert und diese mit DDC Papieren verkauft werden können.

Als ich 1999 von Rosalis Herkunft erfuhr, wusste ich, dass diese arme Hündin von Geburt an immer nur in Dreck und Kälte gelebt hatte. Sie wurde von einem Vermehrungsbetrieb „Cindy.s“ in den nächsten „von Mellensee“ gesetzt.

Die Zwinger „von Mellensee“ und „Cindy,s“ stehen stellvertretend für viele andere Doggen-Vermehrungsbetriebe. Als Züchter, dieser Name hatte ja einmal einen guten Klang, dürften Frau R. und Herr A. und mit ihnen viele andere, nach unserer Auffassung nicht benannt werden.

(Eva Gorski im Januar 2005)


Bericht über den Freikauf der Doggen-Hündin Rosali:

Mitte Januar 2005 erfuhr ich durch Zufall, dass Herr A. aus B. aus gesundheitlichen Gründen seine Zuchthündin Rosali verkaufen wollte. Ich gab an, dass eine Bekannte von mir Interesse an der Hündin hätte. Herr A. wollte für die ca. 61/2- Jährige Rosali die stolze Summe von 2000,- € haben. Er begründete den doch sehr hohen Betrag damit, dass sie ja in einem sehr guten Zustand wäre und man sie in diesem Jahr nochmals decken lassen könnte / sollte. Sie würde immer viele Welpen haben (immer um die 12 Stück) und man könnte viel Geld damit verdienen. Ich machte einen Termin und fuhr zusammen mit meinem Lebensgefährten hin.

Der „Zwinger“ in dem Rosali gehalten wurde war ca. 2 m breit und 3 – 3,5 m lang. Er hatte 2 geschlossene Steinmauern und an 2 Seiten (vorn und links) Gitter, so dass Durchzug herrschte. Im hinteren Bereich war eine Holzhütte, direkt davor hingen 2 Futter/Wasser-Eimer an der Wand (rechts). Kurios war, dass links vor dem Gitter etwas Stroh lag, als ob es sich die Hündin dort in der Kälte „gemütlich“ machen sollte. Der Boden war schlammig und ich sah auch eine Pfütze. Ich konnte nicht fest-stellen, ob es eine Urinpfütze war oder ob es in den Zwinger hineinregnete (oder beides). Einen Auslauf gab es nicht. Auch war der Hof nicht eingezäunt, so dass man davon ausgehen kann, dass Rosali auf dem Gelände nicht frei laufen konnte. Da dort noch viele andere Tiere gehalten wurden, wie Gänse, Lamas und Pferde, gehe ich davon aus, dass Herr A. sich nicht die nötige Zeit für die Pflege der Hündin genommen hat. Als wir nach einiger Zeit (wir mussten zunächst noch warten, bis eine Stute verladen wurde) endlich den Hund zu Gesicht bekamen fand ich den Punkt mit der „Pflege“ bestätigt. Rosali kam sehr freundlich / unterwürfig an, ließ sich sofort streicheln, freute sich über Zuwendung. Sie war in einem schlechten Allgemein-zustand. Ihr Fell war schmutzig, stumpf und sehr schuppig. Sie hatte an vielen Körperstellen Verhornungen (auf der Wirbelsäule, an der Rute, rechts und links neben dem After). Ihre Pfoten erschienen mir auch etwas geschwollen und man konnte auch erkennen, dass sie sich öfter die Pfoten geleckt haben musste, da diese rötliche Speichelverfärbungen aufwiesen. Sie hatte massiven Flohbefall. Aufgrund des schlechten Zustands gelang es uns den Preis von 2000,- € wenigstens auf 1500,- € zu drücken (was allerdings immer noch zu hoch war). Herr A. kommentierte wie folgt: „Na, Hauptsache sie kommt in gute Hände.“ Wir mussten uns auf die Lippen beißen um nicht zu kontern, wie etwa „noch schlechter geht es doch fast gar nicht mehr“ oder Ähnliches. Er übergab uns Rosali´s Papiere und meinte dann in diesem Zusammenhang, dass wir nichts weiter benötigen würden (keine Quittung oder Unterschrift, da es wohl so wie bei einem Auto wäre wenn man den KFZ-Brief besitzt, gehört einem auch das Auto...). Das kam uns ein wenig merkwürdig vor, aber ich möchte jetzt hier nicht meine persönlichen Vermutungen äußern... Jetzt hatten wir das Gröbste geschafft und wollten nur noch so schnell wie möglich mit Rosa dort weg.

Sofort stieg sie auch in unser Auto ein. Sie stand noch und schnupperte um sich etwas zu orientieren (da es im Auto nach unserer Hündin riecht) – da knallte Herr A. die Heckklappe zu und Rosali´s Rute ein! Ich schrie nur „der Schwanz ist eingeklemmt, macht die Tür auf“ – was mein Lebensgefährte dann tat. Herr A., der näher an der Tür stand, machte nämlich keinerlei Bemühungen in dieser Richtung. Die Rute blutete sogleich und ich bekam eine mittlere Panik. Mein Lebensgefährte musste sich auch stark zusammenreißen so wütend war er über diesen „Kerl“. Hatte er doch vorher sogar noch zu dem Züchter „pass auf den Schwanz auf“ gesagt – und dieser dann nur mit „ach, ach“ geantwortet. Nach mehrmaligem Ansprechen kam endlich jemand mit Verbandszeug. Ich beruhigte Rosa während Herr A. wickelte. Ich griff das Thema nochmals auf und sagte zu ihm er hätte doch kurz warten müssen bis der Hund sich etwas orientiert hat und sich niederlegte. Daraufhin kam die nächste „Schote“ von ihm „die hat sich nicht hingelegt, weil es ihr zu weich ist – das ist sie nicht gewöhnt!“. Was soll man dazu noch sagen? Ist das nicht ein Armuts-zeugnis, dass er sich selbst ausgestellt hat? Wie kann ein sogenannter Züchter (also müsste er die Rasse ja eigentlich kennen) behaupten, dass es einer Dogge zu weich zum Liegen wäre? Ich habe 6 Wochen alte Doggenwelpen gesehen, die sich bewusst für eine weiche Unterlage entschieden haben. Es scheint ihnen im Blut zu liegen, Herr A.!

Und selbstverständlich gefiel es Rosali bei der nun folgenden Fahrt, dass es weich und warm in unserem Auto war. Sie war sehr brav und gelassen (wieder einmal nicht der Ansatz eines Trennungsschmerzes zu erkennen). Ich streichelte sie und sprach leise, freundliche Worte zu ihr. Das gefiel ihr und ich hatte später irgendwie den Eindruck als wüsste sie genau, dass wir ihre Retter sind. Als wir am Übergabepunkt angekommen waren ist mein Lebensgefährte mit Rosali schon ein paar Schritte auf eine Wiese voraus gegangen. Als ich hinterher kam freute sie sich „wie irre“ – Fremde hätten denken können, dass sie mein Hund wäre. Und auch als die Pflegeeltern ankamen begrüßte sie sie, als wären es „alte Bekannte“.
Ich bin so froh, dass dieses liebenswürdige Wesen nun endlich anfangen kann ein artgerechtes Hundeleben zu führen. Gleichermaßen bin ich wütend, dass das gleiche Geschöpf jahrelang im Dreck, in Kälte und Monotonie, ohne menschliche Zuwendung, als Geldanlage dahinvegetierend, missbraucht wurde!!!
Ich wünsche mir für Rosali, dass sie einen superschönen „Altersruhesitz“ findet. Mit lieben Menschen, die sie nun nach jahrelanger Odyssee etwas verwöhnen, ihr nicht zu viel abverlangen und sich voll und ganz auf sie einlassen. Sie hat es mehr als verdient!

(J. K. & M.S., im Januar 2005)


Am 20.01.2005 wurde uns Rosali als Pflegehund übergeben.

Wir sind davon ausgegangen, dass wir eine verängstigte, schüchterne Hündin bekämen, die erst lernen muss mit Menschen zusammen zu leben, das bedeutet, dass sie in den ersten Stunden oder auch Tagen ihr Lager nicht verlassen wird, weil sie Angst hat den warmen Platz zu verlieren. Möglicherweise hat sie Angst das Haus zu betreten, weil man es ihr unter Anwendung übler Methoden aberzogen hat. Sehr viel Zureden, Futter und Wasser an das Lager bringen und allmählich durch Vermitteln von Sicherheit das Tier von seinem Lager locken sind dann notwendig.

Doch es kam anders! Rosali stieg freundlich, neugierig in unser Auto. Sie hat nicht gefremdelt oder sonst Unsicherheiten gezeigt. Wir hatten den Eindruck, dass sie schon immer gewusst hat, dass ihr ein anderes, ein besseres Leben zusteht. Stolz hielt sie ihren Kopf hoch, betrat unser Haus wie selbst verständlich und forderte nach wenigen Stunden durch heben der Pfote, durch Andrängen und Schieben des Kopfes unter den Menschenarm die schon immer erhofften Streicheleinheiten ein.
Das weiche Hundelager, es roch noch nach den vorher beherbergten Hunden, hat sie ausgiebig berochen und sich dann hineingekuschelt. Wir haben einen unkomplizierten, freundlichen, lebensfrohen Hund bei uns aufgenommen.

Es ist jedes Mal von neuem ein Wunder, wenn diese so geschundenen Tiere scheinbar ungebrochen ein neues Leben beginnen, uns nicht nachtragen, was andere Zweibeiner ihnen angetan haben.

Rosali hat die ganze Lebenszeit, es werden im Mai 7 Jahre, in einem kleinen Zwinger verbracht. Wind, Regen, Sonne, Kälte, Hitze ohne Schutz ausgeliefert. Sie musste in ihrem Kot leben. Die ungepolsterte und viel zu kleine Hundehütte oft noch mit ihrem Welpen teilen. Wie oft sie geworfen hat lässt sich nicht mit Sicherheit sagen. Eingetragen wurden vier Würfe mit jeweils 6, im Jahre 2003 beim letzten Wurf 3 Welpen. Der Besitzer gab an, dass sie stets an 12 Welpen gehabt hätte. Nach dem Zustand des Gesäuges scheint mir der letzte Wurf noch nicht allzu lange zurück zu liegen.

Der Futterzustand der Hündin war gut. Dies scheint mir aber auch das mindeste, was dieser „Züchter“ für seine Hündin tun konnte. Sauber gehalten hat er sie nicht, sie war gezwungen in ihrem Zwinger sich zu lösen und zu urinieren, durch das Leben im Schmutz hat sich auf ihr eine Unzahl Flöhe und Grabmilben angesammelt. Das war eine feine Dreingabe. Der Befall war so stark, dass wir die Plage nicht durch herkömmliche Mittel (Puder) los wurden und der Tierarzt ein Mittel injizierte. Ich will es nicht berufen, aber seit zwei Tagen scheint die Plage überstanden zu sein. Sie ist merklich ruhiger, kratzt sich nicht mehr und auch wir ... . Das bei dieser Geschichte auch die Ohren nie gesäubert wurden wundert wohl niemanden.

Der Körper ist mit Liegeschwielen bedeckt, die Hütte war ungepolstert, kaum etwas Stroh war dort zu finden auf dem sie sich hätte weich lagern können und vor der Hütte war der blanke Boden.

Auflistung der Schwielen und Narben:

1. Im hinteren Drittel der Wirbelsäule eine 1,7 x 1,5 große ca. 1,5 cm aufgeschwollene verhornte, unbehaarte Druckstelle.

2. an der Rute 4 Liegeschwielen 1x1 cm, das Rutenende ist insgesamt bis in 6 cm Höhe unbehaart, verhornt, teilweise rissig-blutig, klumpig verwachsen, das Rutenende wird durch das Gewicht der Narben heruntergezogen.

3. am Gesäß links Liegeschwiele 6,5 x 3 cm verhornt, unbehaart

4. am Gesäß rechts Liegeschwiele 4,5x 3 cm verhornt, unbehaart.

5. am Hinterlauf links im Gelenkbereich Liegeschwiele 2,5 x 3 cm verhornt, unbehaart

6. am Hinterlauf links, an der Pfote3 x 3 cm ca. 1 cm aufgeschwollen Liegeschwiele verhornt, unbehaart.

7. am Vorderlauf links, innen Seite der Pfote Liegeschwiele 2 x 2,5 cm ca. 1 cm aufgeschwollen, unbehaart, verhornt

8. am Vorderlauf links im Gelenkbereich 4 x 2 cm unregelmäßig geformte Liegeschwiele, verhornt, unbehaart.

9. am Vorderlauf rechts an der Pfote innen 3,5 c 3 cm ca. 1,5 cm aufgeschwollen Liegeschwiele verhornt, unbehaart.

10. am Vorderlauf rechts im Gelenkbereich 3 Liegeschwielen nebeneinander, die größte davon 2,5 x 2 cm unbehaart, verhornt

11. am Oberschenkel des rechten Hinterlaufes eine Narbe 3 x 1 cm, wulstig vernarbt

12. am Hinterlauf rechts im Gelenkbereich 3 x 2 cm unregelmäßig geformte Liegeschwiele, unbehaart, verhornt.

Unsere Nahziele sind
a. durch weiche Lagerung die Bildung weiterer Liegeschwielen zu vermeiden

b. durch weiche Lagerung die Schwellungen zu beheben

c. durch aufbringen von Dermatika die Verhornungen aufzuweichen und so Rissbildungen vorzubeugen

Unser Fernziel ist es durch beständige Pflege das Fellkleid an den verhornten Stellen wieder zum Wachsen zu bewegen, so dass in einigen Monaten viele dieser Stellen nicht mehr zu erkennen sind.

(Sabine und Horst Krause, im Januar 2005)


Lydia Muus (Doggenschutz) war von Anfang engagiert und emotional betroffen an der Aktion „Rosali“ beteiligt. Sie hat einen internen Spendenaufruf gestartet, da wir zu diesem frühen Zeitpunkt, als wir Rosali noch nicht bei uns hatten, keine Öffentlichkeit hätten herstellen dürfen. Lydia hat den Anfang gemacht und uns
€ 200 für den Ankauf von Rosali überwiesen. Weitere Spenden folgten, insgesamt derzeit € 500.

Herzlichen Dank an J.K. und M.S. und allen Menschen, die sich an dem Freikauf von Rosali beteiligt haben.

Über die Geldspenden hinaus war eine beglückende Erfahrung für mich, dass Kosten-Nutzen-Rechnungen hier unwichtig wurden und es einen breiten Konsens gab, Rosali trotz der gänzlich unangemessenen Geldforderung zu kaufen. Dennoch wissen wir sehr wohl, wie teuer praktische Tierschutzarbeit ist und wie sehr unsere aktuelle Handlungsfähigkeit bestimmt wird durch Verfügbarkeit finanzieller Mittel.

Wieder einmal darf eine Dogge – aus Not befreit – im gemütlichen Hause von S. und H. Krause Gast sein bis wir ein neues, sicheres und liebevolles Zuhause für immer gefunden haben.

Rosali kann wahrscheinlich zum ersten Mal in ihrem Leben ausgestreckt auf einem weichen Untergrund liegen und die Wärme des Kaminfeuers genießen.

(Eva Gorski, im Januar 2005)

Ich möchte in diesem Zusammenhang auf den Anhang I zur Zuchtordnung des DDC 1888 e.V. hinweisen und frage mich immer und immer wieder: WIE IST SO ETWAS MÖGLICH und WER WEISS VON DIESEN PRAKTIKEN UND SCHWEIGT?

(Lydia Muus, im Januar 2005)



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Dienstag, den 01. Februar 2005 um 18:54 Uhr
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