Aua1332P: Krankheitsverbreitungserfolge der Auslandsschlepper: Haut- und Herzwurm in Deutschland und Österrreich erfolgreich eingebürgert!

 

{TS-Kritik, ironisch notiert}

[im DNPA erschienen: 09.06.14; online verfügbar ab: 11.07.14]

 

Die Geschäftsinteressen der unter dem Label Tierschutz agierenden Auslandsschlepper zeigen weitere epidemische Kollateralschäden. Wie der österreichische Standard.at berichtet, gelang jetzt den Forschern der Veterinärmedizinischen Universität Wien der Nachweis eines Parasiten, der bisher nur in Spanien, Portugal, Italien, Kroatien, Ungarn und Slowenien verbreitet war: der Fadenwurm, Dirofilaria repens, auch bekannt als „Hautwurm“. Die Larven dieses Fadenwurms wurden in Stechmücken aus dem Burgenland gefunden.

In Deutschland hat es der Hautwurm schon 2013 zur Auszeichnung als „Parasit des Jahres“ gebracht, wie der Verein Parasitus Ex mitteilte (hier und hier).

Spanien, Portugal, Italien, Kroatien, Ungarn und Slowenien sind nicht zufällig die Hauptbezugsländer für die Ware der gewerbsmäßigen Hundehändler unter dem Etikett Tierschutz. Applaus!

Der Parasit befällt zwar vorwiegend Hunde, macht aber auch vor Menschen nicht halt. Weil die Vernichtungsschneisen der Auslandsschlepper damit aber immer noch recht eng gestellt wären, haben auch Katzen, Füchse, Wölfe und Marder eine reelle Chance, sich diesen Parasiten einzufangen.

 

Bisher ungenannte weitere „Profiteure“ der gewissenlosen Auslandsschlepper: Mücken. Sie können dank der mit diversen Dirofilarien infizierten Auslandshunde ihr Krankheitsübertragungsrepertoire mit Erregern erweitern, die hier bisher noch nicht soo bekannt sind: Hautwurm, Herzwurm! Beides sind Zoonosen, das heißt: Auch Menschen können daran erkranken. Und Juchu: Die ersten Fälle sind schon dokumentiert.
Foto: © Frank Hollenbach / pixelio.de

 

Über die Herkunft bestehen kaum Zweifel

              

Die Ursache der Einwanderung sieht Silbermayr im Reiseverhalten von Hundehaltern mit ihren Vierbeinern. Aus südlichen Ländern werden so die Parasiten eingeschleppt, auch mit der Adoption ausländischer Tiere kann dies erfolgen. Die Klimaerwärmung ist nach Angaben der Tierärztin nicht ausschlaggebend für die Verbreitung von Dirofilaria repens.

(der Standard.at, 08.06.14: „Von Gelsen übertragener Parasit macht sich in Österreich breit“; Hervorhebg. d. DN-Red.)

              

Das ist ja recht lieb von Katja Silbermayr von der Vetmeduni, an erster Stelle das „Reiseverhalten von Hundehaltern“ als Transportweg für den Parasiten zu nennen, die Adoption von Auslandstieren jedoch erst nach einem „auch“ anzufügen. Aber angesichts der gegebenen Quantitäten der von Tierschützern eingeschleppten Auslandshunde (die Katzen noch nicht mitgezählt), die Schätzungen zufolge zwischen 200.000 und 450.000 pro Jahr liegen sollen, fallen private Tierhalter, die ihre Vierbeiner in den Urlaub nach Südeuropa mitnehmen, doch eher in die Kategorie „nachrangig“.

Die Österreicher weichen in ihrer Herkunftszuweisung von den Verlautbarungen bei Parasitus Ex ab. Dort wird Klimaveränderung zusammen mit dem Import infizierter Hunde als Ursache genannt; eingeschränkt durch das Modalverb „können“.

 

Hoffnungspotenzial für unklare Tumore

Allerdings kann man diese nur langwierig zu therapierende Parasiten-Innovation auch positiv sehen: Wer zum Beispiel wegen eines in seiner Unterhaut festgestellten Knotens schon in Krebspanik verfallen ist, hat vielleicht doch noch die Chance, dass es sich „nur“ um den Dingensbumenskirchen repens handelt.

 

Das Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin warnt so vor sich hin

Wer bisher trotz Adoption von zahlreichen und möglicherweise infizierten Auslandshunden noch keinen Repens erwischen konnte, muss nicht verzweifeln: Schließlich gibt es da noch den verwandten, dafür aber noch gefährlicheren Parasit Dirofilaria immitis, den Herzwurm! Um sich den einzufangen, braucht der deutsche Konsument auch nicht mehr ins Ausland zu reisen. Mutmaßlich die Tierschutz-Schlepper haben auch diesen Krankheitserreger schon erfolgreich nach Deutschland gebracht. Das Friedrich-Löffler-Institut meldete schon im Sommer 2013 den Nachweis in bundesdeutschen Stechmücken.

Dass es jetzt richtig vorwärts geht mit der Verbreitung von Krankheiten, die bisher nur in Südeuropa vorkamen, warnt das Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin vor wenigen Tagen (hier): den ersten Fall einer in Deutschland erworbenen Infektion eines Menschen mit dem Hundehautwurm, eben Dirofilaria repens!

Geht doch!

 

Deutsche Tierärzte: „Hä?“

Begünstigend auf die Verbreitung all dieser fremdländischen Parasiten wirkt sich auch die Tatsache aus, dass deutsche Tierärzte mit diesem Exoten-Kram nicht ganz so vertraut sind. Wie auch? Da mag schon der eine oder andere Fall fehl- oder gar nicht diagnostiziert werden. Das wiederum ist günstig für zentraleuropäische Stechmücken, die damit länger und ungestört gründliche Bekanntschaft mit den herrlichen neuen Parasitenoptionen machen und ihn in ihr Infektionsrepertoire in aller Ruhe einbauen können.

Wer in jedem Fall profitiert, das ist die Pharma!

 

Süßer die Kassen nie klingeln! Der Pseudo-Tierschutz der Auslandsschlepper wird überall im System unterstützt und gefördert (Medien, Institutionen etc.). Kritik daran ist verpönt; Kritiker werden mit unglaublicher Härte verfolgt. Kein Wunder: Außer den Tieren profitieren alle!
Foto: © I-vista / pixelio.de

 

Alte DN-Rede: Tierschutz im Allgemeinen und die Auslandsschlepper im Besonderen sind systemstabilisierender Faktor des ethikfreien Kapitalismus. Von der Schlepperei profitieren- außer den Tieren – (fast) alle!

Die klassische Win-Hin-Situation!